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SoKo Heidefieber
von Gerhard Henschel
Persiflage 06. Juni 2020
von Nele
Gerhard Henschels "Soko Heidefieber" ist eine Persiflage auf das Genre Regionalkrimi.

Eine Krimi Lesung und kurz danach wird der Autor ermordet. Ermordet nach dem Vorbild seines eigenen Krimis.
Ein Fall für den Kommissar Gerold Gerold (alleine dieser Name) und seine Kollegin Ute Fischer. Nachdem der nächste Autor wieder nach den Szenarien seines Buches umgebracht wird, wird die Soko Heidefieber gegründet. Es reiht sich Leiche an Leiche und die Regional-Krimi Autoren in Deutschland und sogar Österreich leben in Angst und Schrecken. Wer von ihnen wird das nächste Opfer sein.

Leser, die einen ernsten Über-Regional Krimi werden enttäuscht sein, nimmt Gerhard Henschel dieses Genre doch dermassen überspitzt aufs Korn, dass man denken könnte, das Satire Magazin Titanic hätte seine Finger im Spiel gehabt. Zeitweise habe ich mich ob der Absurdität des Verlaufs der Geschichte köstlich amüsiert und auch der ein oder andere Lacher sind mir beim Lesen herausgerutscht.
Teilweise störten die eingeschobenen Mundart- Sätze den Lesefluss, machten den Krimi aber damit gerade sehr authentisch. Die Sprache ist einfach gehalten und stellt keine großen Ansprüche an den Leser.
Ich lasse es mal dahingestellt, wie die Regionalkirmi - Autoren mit diesem Buch umgehen, ob der Humor ausreicht, wenn das eigene Schreiben dermassen durch den Kakao gezogen wird.

MIr persönlich hat dieser doch ganz andere Regional Krimi gut gefallen, ein nettes Buch für zwischendurch auf dem Balkon.

Tod in Saint Merlot
von Serena Kent
Viel Rosé, Croissants und eine Leiche im Pool 06. Juni 2020
Eine Britin in der Provence - das erinnert mich doch sehr an Peter Mayle. Deshalb war ich gespannt, vielleicht auch ein wenig skeptisch, auf das, was mich in "Tod in Saint Merlot" erwarten wird.

Doch schon von Anfang an war mir Penelope Kite sympathisch. Die ehemalige Assistentin eines forensischen Pathologen im britischen Innenministerium lässt sich mit 50 Jahren frühpensionieren und kauft sich ein Häuschen in der Provence.

Weit weg von ihrem Ex-Mann und dessen erwachsenen Kinder, die beide total entsetzt sind, dass Penelope so weit weg zieht, weil sie nun niemanden mehr haben, der ihre Kleinkinder hütet. Ihre angeheiratete Familie kommt nicht wirklich gut weg und man versteht sofort, wieso Penelope aus Surrey fortziehen will. Was sie beruflich genau gemacht hat, wird mit der Zeit erläutert. Wer hätte gedacht, dass ihre Berufserfahrung ihr so bald helfen wird? Sie wohl am allerwenigsten.

Kaum hat sie die erste Nacht in ihrem renovationsbedürftigen Haus namens Le Chant d'Eau, verbracht, wird eine Leiche in ihrem Pool aufgefunden. Der Bürgermeister identifiziert die Leiche und die Polizei gibt sich schnell damit zufrieden. Doch etwas an der Leiche kam Penny komisch vor und als sie dies mit ihrer Immobilienhändlerin Clémence Valencourt und der Poliziei besprechen will, tun sie Pennys Einwand ab.

Leider kehrt auch später keine Ruhe ein: es wird eingebrochen, es wird geschossen, gemauschelt und der Bürgermeister wie auch die Immobilienhändlerin verhalten sich teilweise sehr auffällig. Kann Penny ihnen vertrauen oder haben die beiden etwas mit all diesen Vorkommnissen zu tun?

Penny ist sich bis zum Schluss nicht sicher - und auch ich hatte nicht die geringste Vermutung, wer zum Täterkreis gehören könnte. Serena Kent, ein Pseudonym für das schreibende Ehepaar Deborah Lawrenson und Robert Rees, macht es enorm interessant. Immer wieder passiert etwas Unerwartetes, was für den Leser sehr spannend, für Penny aber vor allem nervenaufreibend ist.

Neben all der Aufregung kommt das Provence-Flair dennoch nicht zu kurz. Penelope kann über sich selbst lachen, wenn sie sehr britisch sehr viel Rosé trinkt und Croissants isst. Ihre Freundin Frankie, die zwischendurch auf Besuch kommt, und die anderen Charaktere - egal ob Einheimische wie der Gärtner, der Bäcker oder Zugezogene wie Bürgermeister Laurent oder Clémence - bringen das gewisse Etwas mit. Die Kombination der Figuren tragen viel zum Gelingen des Krimis bei.

"Tod in Saint Merlot" hat mich wunderbar unterhalten, ich musste oft lachen und war enorm gespannt, was noch alles kommt und wie es am Ende ausgeht. Ein immer wieder überraschender und total stimmiger Fall!

Fazit: S(aus)pannender und sehr unterhaltender erster Fall für Penelope Kite - den zweiten Fall darf ich mir nicht entgehen lassen!
5 Punkte.

Die verlorene Frau
von Emily Gunnis
Eine sehr berührende Familiengeschichte 06. Juni 2020
Rebecca Waterhouse ist 5 Jahre alt, als ihr vom Krieg traumatisierter Vater aus der psychatrischen Klinik, in der er die letzten Jahre verbracht hat, nachhause kommt. Nachhause, das ist die Seaview Farm an der Wittering Bay im Bezirk Chichetser in West Sussex, England. Hier hat sie mit ihrer Mutter Harriet die letzten Jahre gelebt. Nun ist ihr Vater wieder da, leider immer noch jähzornig und gewalttätig. Bis zu dem einen Abend, 8 Jahre später, als Rebecca, aufgeweckt durch einen heftigen Streit, nach unten kommt und ihre Mutter blutend am Boden findet. Ihr Vater hat sich selbst mit einer Pistole, die neben ihm liegt gerichtet.
Jahre später verschwindet Jessie, die Tochter von Rebecca, mit ihrer kleinen neugeborenen Tochter Elisabeth aus dem St. Dunstan´s Krankenhaus. Vorerst spurlos. Das Fatale: die kleine Elisabeth ist schwer krank und braucht dringend Medikamente.

Im Jahr 1945 lerne ich Harriet kennen, die auf ihren Mann Josef wartet, der aus dem Krieg in der Normandie zurückkommen soll. Zusammen mit ihm findet sie eine Anstellung in einem herrschaftlichen Haus in der Nähe von London. Harriet beschreibt die Erlebnisse aus dieser Zeit in ihrem Tagebuch.
Im Jahr 1960 bin ich dabei, wie die 13-jährige Rebecca, nachdem sie ihre toten Eltern gefunden hat, von einem Polizisten stundenlang verhört wird.
Im Jahr 2014 ist Rebecca von ihrem Kinder- und Jugendfreund Harvey Roberts geschieden. Ihre Tochter Jessie, zu der Rebecca nur einen sehr losen Kontakt hat und die jetzt schwanger ist, lebt bei ihrem Vater. Ihre jüngere Tochter Iris, die sie mit ihrem zweiten Mann John bekommen hat, steckt gerade mitten in der Scheidung von ihrem Mann James.

In immer wieder wechselnden Zeiten, mit immer wieder wechselnden Protagonisten erfahre ich im Laufe der Geschichte immer mehr von Rebecca, Harvey, Jessica und Iris. Und von einer Frau, die in der Ich-Form immer mal wieder auftritt. Ihrer aller Leben ist etwas verworren, jeder hat mit sich zu tun und versuchen mit der ihrer eigenen Vergangenheit umzugehen. Besonders hat es mir hier Jessie angetan, die schon vor der Geburt ihrer Tochter Elisabeth, die sie nach ihrer Stiefmutter Liz benannt hat, Probleme hat. Ihr Mann James ist mal wieder auf Geschäftsreise im Ausland und kann so bei der Geburt nicht dabei sein. Dann plagt die junge Mutter eine schwere Wochenbettdeprssion und ihre kleine Tochter benötigt dringend ihre regelmäßigen Medikamente. Vor allem hindert sie dann niemand daran, in einem unbeobachteten Augenblick das Krankenhaus zu verlassen und zu verschwinden. Während der Suche nach der jungen Frau hatte ich die allerschlimmsten Befürchtungen, für sie aber vor allem auch für Elisabeth.
Aber auch die Kapitel, die in die Vergangenheit zurück gehen sind sehr spannend und ich habe mich immer wieder gefragt, wie das alles wohl zusammenhängen mag. Nicht nur die Sichtweise von Rebecca hat mich gefesselt. Auch wenn Harriet erzählt finde ich das sehr berührend. Ich bewundere diese Frau, die, auch wenn ihr Mann sich so stark verändert hat, nicht von ihrer Liebe abweicht.
Emily Gunnis hat hier Personen geschaffen, die sehr vielschichtig sind, die ich mir gut vorstellen kann, mit denen ich mitfiebern und mit leiden kann. Je näher ich jeden Einzelnen kennenlerne, desto mehr falle ich in die Geschichte hinein.
Auch die vielfältigen Themen, die hier angeschnitten werden, wie ungewollte Kinderlosigkeit, Wochenbettdepression, Kriegsneurosen, Vergewaltigung, häusliche Gewalt und das anhängliche Verhalten von Reportern, tragen dazu bei, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte endet.
So sehr ich das Ende auch herbei gesehnt habe, das schlüssig alle losen Fäden verbindet, so traurig war ich, als ich es erreicht hatte.
Sehr schön finde ich zu erfahren, wie Emily Gunnis auf dieses so tiefgreifende Thema gekommen ist. Das verrät sie uns am Schluss der Geschichte.
?Die verlorene Frau? ist eine einerseits warmherzige, berührende, andererseits anrührende, traurige und manchmal schockierende Geschichte. Mir hat sie einige bewegende Lesestunden geschenkt. Ich verschenke eine Leseempfehlung und 5 glänzende Sterne.

 
 

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