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Fehlstart

Fehlstart

Roman

von Marion Messina

Hardcover

2020 Hanser

168 Seiten; 205 mm x 132 mm

ISBN: 978-3-446-26375-8


EUR 18.50 inkl. MwSt.

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"'Fehlstart' ist ein wütender Aufschrei, der zum Glück nun auch bei uns Gehör findet." Dina Netz, WDR3 Mosaik, 02.03.2020

"Schon auf den ersten Seiten fasziniert der nur vordergründig sachliche, pointierte Ton von Marion Messina. [...]'Fehlstart' ist ein in seiner Hellsichtigkeit erstaunliches und herzzerreißendes Buch - an dessen Ende zumindest beim Leser aus der Frustration Wut erwächst." Katja Weise, NDR Kultur, 13.02.2020

"Marion Messina besticht durch überraschende Beobachtungen und ungewohnte Biografien - bis hin zu ihren liebevoll gnadenlosen Eltern-Porträts. Hier schreibt eine Autorin, die auf die immer ungemütlicheren französischen Alltags-Realitäten mit tabulosem Witz und verbaler Schlagkraft reagiert." Christoph Vormweg, Deutschlandfunk Büchermarkt, 12.02.2020

"Der neue Stern am französischen Schriftstellerinnenhimmel. Sie gibt vor allem den vielen jungen Menschen eine literarische Stimme, die genau wie ihre Protagonistin Aurelie weiterkommen wollen im Leben, aber durch das aktuelle politische System ständig ausgebremst werden." ZDF aspekte, 31.01.20

"Marion Messinas Roman 'Fehlstart' erzählt mit messerscharfem Sarkasmus von dieser jungen Generation, die mit dem Versprechen von Wohlstand und Teilhabe aufwuchs und am Ende doch mit leeren Händen dasteht. [...] Anders als Houellebecq zeigt sie die Entwurzelung nicht an einer obsessiven, neurotischen männlichen Figur, sondern an einer ziemlich normalen jungen Frau. Genau deshalb wirkt der Roman authentisch, echt und ergreifend. Sehr viele werden sich in Aurélie wiedererkennen. Sie ist das Symbol einer verlorenen Generation." Sibylle Peine, dpa, 27.01.2020

"Houellebecqs Erbin' ist Marion Messina in Frankreich genannt worden. Das stimmt einerseits, denn Messina schreibt wie Houellebecq pointiert und gnadenlos. [...] Andererseits schreibt Messina nicht so kalt wie Houellebecq. Sie leidet spürbar mit ihren Figuren, die für ihr Scheitern wenig können, sondern sich schlicht an der französischen Wirklichkeit aufreiben. [...] Marion Messina beschreibt in gestochen scharfen Bildern eine Generation, der die Hoffnung fehlt." Dinia Netz, WDR 5, 31.01.20

"Marion Messina hat mit 'Fehlstart' eine fulminante Coming-of-Age-Geschichte weiblicher Sexualität geschrieben - dringlich und vehement. (...) [Sie] verfügt über den selbstsicheren Sound einer mit soziologischem Röntgenblick ausgestatteten Schriftstellerin." Meike Feßmann, Deutschlandfunk Kultur, 30.01.2020

"In ihrem Debütroman teilt Marion Messina kräftig aus: gegen den kapitalistischen Geist unserer Zeit und den gescheiterten Sozialstaat, gegen die Gesellschaft und das Individuum darin. Sie beobachtet und reflektiert genau. Das mag nicht immer besonders innovativ sein. Aber in ihrem rotzigem Tonfall definitiv erfrischend. Ein beachtlicher Erstlingsroman, der Lust auf mehr macht!" Felix Krause, radiobremen, 27.01.2020

"Houellebecq hat eine Erbin." (Marianne). Marion Messina blickt auf das Leben und Scheitern einer jungen Frau in Paris - ihr furioses Debüt ist ein Stich ins Herz unserer krisengeschüttelten Gegenwart.

Als ihre erste Liebe scheitert, zieht die neunzehnjährige Aurélie von Grenoble nach Paris. Dort will sie endlich in vollen Zügen leben und mit ihrem Jurastudium die provinziellen Arbeiterbiographien ihrer Eltern hinter sich lassen. Aber in Paris reicht es gerade mal für einen Job als Empfangsdame, der Wohnungsmarkt entpuppt sich als anarchische Zone und die Liebe ist eine Farce zwischen freundlichen Arrangements und Pornographie. Doch dann setzt Aurélie alles auf Anfang. Voll Zorn, Klarsicht und gnadenloser Ironie blickt Marion Messina auf das Leben einer jungen Frau und ins Innerste einer neuen verlorenen Generation. "Ein furioses Debüt; beißend und unverschämt gut geschrieben" (Le Monde).

Messina, Marion
Marion Messina wurde 1990 in Grenoble geboren. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaften und Agrarwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin. "Fehlstart" ist ihr von der Kritik gefeiertes Romandebüt.

Paris - die Stadt der Hiebe! 27. Februar 2020
von *RC*
Paris ? die Stadt der Hiebe!


Das Leben in Paris ist ein Schlag ins Gesicht! Nichts ist schön in dieser ?Monsterstadt? (S.155), wo sich ?unter dem Arsch des Eifelturms? (S. 83) ganz Frankreich drängt, eine Stadt voll mit ?Ramschläden, Taubenkacke (S.78), eine Stadt, in der für Familien kein Platz mehr ist und somit zur ?Stadt ohne Seele? (S.103) wird.

Es ist ein interessantes Buch, ich kann nicht sagen, ob es gut oder schlecht ist, da ich richtig zwiegespalten bin wie schon lange nicht mehr. Ich bin auf Sätze gestoßen, die mich fasziniert haben, da ich ihn ihnen irgendwie ein Tiefe, wenn nicht sogar sprachliche Eleganz gesehen habe. Gleichzeitig war ich aber schockiert von banalen und vulgären Äußerungen, die ich abstoßend fand und die Leselust gehemmt haben. Ich hatte oft den Eindruck, dass Sex ? neben 'Saufen' - das Einzige ist im Leben junger Sinn suchender, aber zum Scheitern verurteilter junger Menschen ist, diesem stressigen und widrigen Alltag zu entkommen.

Die in Frankreich viel gelobte Autorin Marion Messina ist 1990 in Grenoble geboren und studierte nach ihrem Abitur Politikwissenschaft und Agrarwissenschaft. Ihr Debüt-Roman ?Fehlstart? erschien in Frankreich bereits 2017 unter dem Titel ?Faux départ?. Bei diesen Eckdaten könnte man fast meinen, dass der gesellschafts- und politikkritische Roman (auto)biographische Züge haben könnte, schließlich ist die Protagonistin Aurélie ebenfalls 1990 geboren und in Grenoble aufgewachsen. Es kann aber auch sein, dass diese biographische Übereinstimmung deshalb gewählt wurde, da sich Messina mit dieser Generation und den Problemen am besten auskennt und identifizieren kann und somit aus dieser Perspektive den hier angeprangerten Bildungsnotstand in Frankreich, die schlechte Wohnungs- und Arbeitsmarktsituation ? vor allem der Hauptstadt - unter die Lupe nehmen vermag.

In dem Roman lässt sich für mich keine richtige Handlung erkennen. Die Probleme und der Alltag der Figuren werden aber gut beschrieben. Es sind aber immer deprimierende, triste und düstere Darstellungen, so dass man mit den Figuren nicht warmwerden kann, sondern eher mitleidig (von oben) betrachtet. Bei den fast schon animalischen sexuellen Bedürfnissen habe ich sogar schon etwas wie Abscheu und Verachtung empfunden.

Aurélie (19 Jahre), die nach dem Abitur glaubt, dem Arbeitermilieu mit dem Jura-Studium, das sie in ihrer Heimatstadt Grenoble beginnt, zu entkommen, wird bald ernüchtert. Sie kann in dieser neuen Welt keinen Fuß fassen und findet keinen Anschluss zu den Kommilitonen. Schon hier wird sie dermaßen ausgebremst. ?Sie gehörte weder zur künftigen Elite noch zur nächsten Politkergeneration. Sie gehörte weder zur Zukunft noch zur Gegenwart? (S.33). Zum Glück ? oder zum Pech ? lernt sie bei einem Putzjob den ein fünf Jahre älteren kolumbianischen Literaturstudenten Alejandro kennen. Es ist aber eine einseitige Liebe. Alejandro möchte ungebunden und frei bleiben. So bleibt es bei einer durch Gespräche und Sex geprägten Beziehung, für die sich Aurélie aber vollends aufgibt, sich schon beinahe nur durch ihn definiert: ?Ohne Alejandro an ihrer Seite war sie niemand mehr? (S. 71).
Alejandro, der sich immer mehr von seinem Heimatland Kolumbien entfremdet wird quasi zum Heimatlosen, zum Umherirrenden, da er auch in Frankreich nicht ankommt. Nachdem Alejandro den Studienort Grenoble verlässt um nach Lyon zu gehen, beschließt gleichfalls Aurélie in Paris ein neues Leben zu beginnen, was sich als Illusion entpuppt. Und auf einmal steht Alejandro wieder vor ihr; tja, man sieht sich immer zweimal im Leben.... Gibt es nach dem Fehlstart nun einen Neustart?

Ein in der Schwebe Existieren ? es ist ja kein Leben ? wird in diesem Buch gut herausgestellt. Weder Alejandro noch Aurélie finden eine richtige Wohnung (ist ja auch nicht bezahlbar); der Arbeitsstress in einem mehr oder weniger ihren Vorstellungen entsprechenden Arbeitsverhältnis laugt sie aus; es bleibt die Sucht nach dem und die Flucht in den Sex.

Dieses Buch ist nicht für zart besaitete gedacht, da Messina gnadenlos und schonungslos mit vielen Facetten des französischen Lebens abrechnet. Scheitern ist an der Tagesordnung. Sie teilt ordentlich aus, so dass man den Eindruck erhält, Frankreich (mit der seiner Hauptstadt Paris) ist ein zukunftsloser Ort auf einem absteigenden Ast.
Der Glanz und die Leichtigkeit, die man vom ?savoir vivre? hat, geht verloren ? leider. Mut und Hoffnung ist vergeblich! Kein ?vive la france!?

Die Idee, mit dem diesem kompakten Roman Kritik zu üben, gefällt mir. Beeindruckend, dass man so viel Anklagepunkte auf so wenig Seiten packen kann. Aber es ist schon ein mutig ? wenn nicht sogar anmaßend ? alles nur so einseitig schlecht und missmutig zu sehen. Deshalb konnte mich der Roman nicht vollends überzeugen.
Lesenswert aber kein ausgesprochenes Highlight!

? ? ? (?)
3,5 Sterne
 
 

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